Historisches
Auf dieser Seite stellen wir hin und wieder historische Beiträge ein.
Choralbücher im Gondorfer Heimatmuseum

Titelblatt des Gondorfer Graduale nach der Restaurierung
Im Bestand des Kultur- und Heimatvereins Gondorf befinden sich drei liturgische Handschriften aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Bücher wurden federführend durch die damaligen Gondorfer Schulmeister in mühevoller Handarbeit erstellt. Damit sind diese Objekte Kulturgut mit regionalem Bezug zur Gemeinde Gondorf.
Durch langjährige Nutzung in Sonn- und Feiertäglichen Gottesdiensten und späterer unsachgemäßer Lagerung und Behandlung waren die wertvollen Bücher verschlissen, verschmutzt und „aus dem Leim“ geraten.
Gefördert durch das Land RLP und mit Unterstützung durch das Landesbiblio- thekszentrum RLP - Landesstelle Bestandserhaltung konnten die Bücher im Jahr 2021 fachgerecht unter Beibehaltung der originalen Substanz restauriert werden. Damit können die Bücher bei Fortbestand der aktuellen Aufbewahrung weitere Jahrhunderte überdauern.
Die Handschriften sind im Archivraum des Heimatmuseums ausgestellt.
Die Kirchenglocken von Gondorf
"Gemäldeausschnitt mit der alten Gondorfer Kirche von Domenico Quaglios Besuch an der Mosel, 1827"
Wo die erste Kirche in Gondorf, etwa 600 n. Chr., stand, ist nicht überliefert. Um 1400 n. Chr. soll es bereits eine Kirchenglocke in Gondorf gegeben haben. Die erste überlieferte Glocke trug die Jahreszahl 1669. In einem Inventarverzeichnis vom 13.10.1818 vermerkt der damalige Pfarrer Heinrich Pietiens 3 Glocken, die sich in einem baufälligen Wehrturm neben der damaligen Kirche befinden. Diese Kirche stand südlich der Schlossanlage und wurde 1736 konsekriert. Beim Bau der Moseleisenbahn 1874 - 1879 wurde diese Kirche 1876 mit dem Glockenturm und dem umliegenden Friedhof abgerissen. Der Glockenturm war, nach Hinweisen älterer Gondorfer Bürger, der heute noch als Teilruine vorhandene und unmittelbar neben der Bahnlinie gelegene Turm.
